Beobachten, Ausrichten, Entscheiden, Handeln: OODA ist ein Kreis, kein Pfeil. In Rollenspielen mit fließenden Informationen und wechselnden Annahmen spüren Teilnehmende, wie wichtig zügige Schleifen und bewusstes Re-Framing sind. Wir üben kurze Funkrunden, klare Signale und minimal brauchbare Entscheidungen, die schnell revidierbar bleiben. Szenarien aus Incident-Response, Krisenkommunikation oder Release-Nächten zeigen, wie Geschwindigkeit und Qualität gleichzeitig steigen. Formuliere heute deine persönliche OODA-Checkfrage für den nächsten überraschenden Anruf.
Nicht jede Lage braucht dieselbe Art von Entscheidung. Cynefin trennt offensichtlich, kompliziert, komplex und chaotisch, damit Handlungsoptionen passend gewählt werden. Im Rollenspiel identifizieren Teams Signale für Kontextwechsel, vermeiden Überregeln im Komplexen und nutzen Experimente sinnvoll. Wir verknüpfen Metriken, Hypothesen und Sicherheitsnetze. Das Debriefing fokussiert auf erlernte Mustererkennung. Nimm dir vor, in deinem nächsten Problemgespräch zuerst den Kontext zu klären, bevor du Maßnahmen vorschlägst oder um Zustimmung bittest.
Unklare Rollen verlangsamen Entscheidungen. Mit RAPID beziehungsweise RACI zeigen Rollenspiele, wie Beratung, Zustimmung, Entscheidung und Umsetzung sauber verteilt werden. Wir inszenieren Eskalationen, Engpässe und Entscheidungsstaus, um Verantwortlichkeiten sichtbar und verhandelbar zu machen. Danach entsteht eine konkrete Zuordnungsliste mit Namen und Erwartungen. Dieser Klarheitsschub beschleunigt Projekte spürbar. Bitte dein Team heute um Feedback zu Verantwortungsgrenzen, und teste eine kleine RAPID-Übung beim nächsten bereichsübergreifenden Abstimmungstermin.
Vorabmail mit Zielen, Rollen, Links und Artefakten, dann pünktlicher Start mit Warm-up, klaren Zeitboxen und sichtbarer Agenda. Breakouts sind bewusst klein, Rollen explizit. Ein Regieraum steuert Karten, Timer und Signale. Entscheidungen werden sofort auf dem Board festgehalten. Das minimiert Reibung und maximiert Lernzeit. Richte dir eine Template-Datei ein, kopiere sie für jede Session und ergänze nach jeder Runde drei konkrete Verbesserungen, die du beim nächsten Mal automatisch integriert hast.
Online-Zeit vergeht anders. Wir wechseln Rhythmus, setzen Mikropausen, nutzen kurze Aktivierungen und atmen gemeinsam aus. Kamera-Regeln sichern Nähe, ohne zu überfordern. Bewegungseinlagen lockern auf, aber bleiben optional. Am Ende jeder Runde folgt ein Mini-Check-in. So entsteht tragfähige Präsenz. Bitte die Gruppe, einen persönlichen Energieanker zu benennen, und behalte in der Moderation bewusst den Puls, um Überlast zu vermeiden und dennoch spürbaren Entscheidungsdruck zu erhalten.